Gegründet von evangelischen und katholischen Christen in Brakel sind wir ein Arbeitskreis, in dem jeder Mensch guten Willens mitarbeiten kann. Wir treffen uns jeden Freitag mit den Füchtlingen in unserem "Beratungscafé" in der Flüchtlingsunterkunft Brakeler Märsch, von 16 bis 18 Uhr. Dort wird bei Kaffee, Tee und Kuchen über aktuelle Probleme geredet. Gleichzeitig ist auf dem Hof auch die von uns betriebene Fahrradreparaturwerkstatt aktiv. Zur Zeit haben sich über 100 Helfer*innen bei uns gemeldet. Sie arbeiten in 11 Teams zusammen.

 

Wir missionieren nicht

Viele von uns sind Christen und arbeiten in unseren kirchlichen Gemeinden mit. Für sie ist die Flüchtlingshilfe ein Gebot der Nächstenliebe Jesu, völlig unabhängig vom Glauben der Flüchtlinge. Der Respekt vor ihrem Glauben gebietet uns nicht christlich zu missionieren. Wir sind davon überzeugt, dass eine Begegnung insbesondere mit den Muslimen ohne jede Konversationsabsicht erfolgen muss. Hilfe und Seelsorge für Flüchtlinge müssen im Vordergrund stehen, nicht deren Missionierung. Darin sind sich die evangelische und katholische Kirche in Deutschland einig. Wir wissen, dass eine Missionierung von Muslimen insbesondere in der Flüchtlingsunterkunft nur Streit und Zerwürfnisse auch unter Christen und Muslimen hervorrufen könnte. Ein christlicher Konvertit könnte bei seiner Abschiebung in sein Heimatland in höchstem Maße gefährdet sein, weil in einigen afrikanisch-islamischen Ländern Konversion mit dem Tod bedroht ist. Wir möchten auch den Flüchtlingen keinen Anlass geben, die meinen aus taktischen Gründen mit ihrer Konversion ein Abschiebehindernis zu erwirken.